7. Rüdiger als Mensch – nicht nur als Marke

In der Causa Rüdiger wird deutlich: Athleten sind längst nicht mehr nur Sportler. Sie sind Marken, Meinungsbilder, Projektionsflächen. Und genau deshalb ist jeder Ausbruch, jede Geste mehr als nur ein persönlicher Moment – sie wird zum öffentlichen Ereignis. Doch Rüdiger zeigt: Auch Marken dürfen menschlich sein.
Sein Auftritt nach dem Vorfall wirkt roh, aber echt. Kein Script, keine Hochglanzformulierung – sondern Haltung. Das macht ihn angreifbar, aber auch glaubwürdig. Vielleicht liegt darin sogar eine Chance: Statt eines Image-Schadens könnte dieser Vorfall langfristig dazu führen, dass mehr Authentizität und weniger Perfektion gefragt sind. Denn am Ende gilt: Man wird nicht kleiner, wenn man sich entschuldigt – sondern echter.